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		<title>Die Alltagsfalle</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jul 2007 09:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nessy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zweierpack]]></category>

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Es gibt nichts, das für eine Beziehung tödlicher ist als der Alltag. Und es gibt nichts, das einer Betreuung mehr Stabilität gibt als der gemeinsame Alltag.
Es gibt Paare, die eine mustergültige Partnerschaft führen. Sie leben seit Jahren in Eintracht miteinander  &#8211; oder leben sie nur nebeneinander? Was, wenn jeder Tag dem vorangegangenen gleicht? Wenn [...]]]></description>
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<td valign="top" style="padding-right: 10px; width: 50%"><strong>Es gibt nichts, das für eine Beziehung tödlicher ist als der Alltag.</strong> Und es gibt nichts, das einer Betreuung mehr Stabilität gibt als der gemeinsame Alltag.</p>
<p>Es gibt Paare, die eine mustergültige Partnerschaft führen. Sie leben seit Jahren in Eintracht miteinander  &#8211; oder leben sie nur nebeneinander? Was, wenn jeder Tag dem vorangegangenen gleicht? Wenn es kein Auf und Ab, keine Höhepunkte, nur noch den Gleichklang der dahinfließenden Zeit gibt? Wenn jeder Tag, jede Woche eine ewige Wiederholung und die Partnerschaft ein einziges Sommerloch ist? Wenn es keinen Grund gibt zu bleiben, aber auch keinen Grund zu gehen? Wenn auf den ersten Blick alles wunderbar, alles perfekt, aber auf dem zweiten Blick alles nur wie immer ist?</p>
<p>Dabei ist nichts so schön ist wie gemeinsamer Alltag. Das Geheimnis steckt in den kleinen Ritualen. Dass er ihr morgens das Frühstück bereitet, bevor er aus dem Haus geht. Dass sie ihm vom Einkaufen immer eine kleine Überraschung mitbringt. Dass sie regelmäßig zu ihrem Lieblingsitaliener gehen, um dort immer das Gleiche zu bestellen. Dass sie sonntags gemeinsam Tatort gucken und dabei auf dem Sofa kuscheln.</p>
<p>Die Vertrautheit, die mit den Jahren entsteht, sie hat verschiedene Ausprägungen. Sie kann sich schlimmstenfalls zeigen in der Tatsache, dass sie sich die Fußnägel auf dem Wohnzimmertisch schneidet, während er in Jogginghose daneben sitzt und sich im Schritt kratzt. Dass sie ihre Pickel ausdrückt, während er sich die Hämmorhoidencreme aufträgt.</p>
<p>Die Vertrautheit, sie kann aber auch die Basis sein für alles. Wenn er weiß, was sie denkt, wenn sie ihn mit der hochgezogenen Augenbraue ansieht. Wenn sie weiß, dass sie ihn nicht ansprechen darf, wenn dieses Brummen aus seinem Hals kommt. Wenn er weiß, dass sie immer noch zehn Minuten braucht, wenn sie sagt, sie könnten nun fahren. Wenn sie weiß, dass er die Größenschilder aus seinen Slips schneidet, seit er Größe 8 trägt, es ihm aber nicht sagt. Wenn die Vertrautheit Basis für die kleinen Aufmerksamkeiten ist, die das Zusammenleben ein bisschen süßer machen.</p>
<p>Es ist eine Gratwanderung.  Eine Frage der Erwartungen. Und eine Frage, was man daraus macht. Wie bei allem übrigens.</p>
<p><a target="new" href="http://nessy.twoday.net">&#8211;nessy</a></td>
<td valign="top" style="padding-left: 10px; width: 50%"><strong>Eine Beziehung zwischen Mann und Frau beginnt erst dann so richtig,</strong> wenn man die ersten Höhenflüge des Verliebtseins hinter sich hat, man die rosa Brille abnimmt und sich in den Strudel des Alltagsleben reissen läßt.</p>
<p>Hier erst zeigt sich, wie gut die Beziehung wirklich ist. Und das Ganze zeigt sich nicht daran, wer den Abwasch macht oder ob die Klobrille rauf- bzw. runtergeklappt ist. Noch ist es zwingend erforderlich, dass sich beide gleichermasßen an der Hausarbeit beteiligen. Und keineswegs hat es irgendwas mit der Frage zu tun ob Mann im Sitzen oder Stehen pinkelt.</p>
<p>Nein, der Alltag wird jenseits des Alttäglichen entschieden. Was den Alltag erst erstrebenswert macht, sind die gemeinsame kleinen Höhepunkte des Alltags. Und damit meine ich nicht nur die Höhepunkte im Schlafzimmer (auch wenn die natürlich wichtig sind). Vielmehr sind es die gemeinsamen Abende auf der Couch mit einer Flasche Rotwein und einem guten Gespräch, die Kinobesuche unter der Woche, die Familienfeiern (die meist eine Menge Gesprächsstoff liefern für kommende Abende auf der Couch), die Hochzeiten von Freunden (die einen die eigene Hochzeit nochmal Revue passieren lassen) und die gelegentliche Shoppingtour durch die Innenstadt.</p>
<p>Als ich mich auf meine eigene Hochzeit vorbereitet habe, habe ich diverse Freunde und Bekannte nach dem Geheimnis glücklicher Beziehungen im Alltag gefragt. Die fast einhellige Antwort lautete: „Das Wichtigste ist es, für den Partner interessant zu bleiben.&#8221;  Das klingt alles ein wenig so, als könnte man doch eine Art rosa Brille aufbehalten und einfach weitermachen.</p>
<p>Das ist natürlich ein Irrtum. Damit die Höhepunkte des Lebens sich voll entfalten können und man sie so richtig geniessen kann muss man auch durch die Tiefen durch. Es gibt sie nämlich. Die Tage, an denen man am liebsten im Bett bliebe oder sein eigenes Ding machen möchte, statt mit dem Partner neue Gardinen fürs Wohnzimmer zu kaufen oder sich endlich mal um den ganzen Versicherungskram zu kümmern.</p>
<p>Ich glaube, dass es hierbei wichtig ist, das Gleichgewicht zu wahren. Zu wissen, wie viel Freiraum jeder Partner in einer Beziehung braucht und wann man einfach auch mal die Zähne zusammen beissen muss und einfach mitmachen muss.  Wer mehr von einer Beziehung im Alltag erlebt, sollte sich auf keine Beziehung einlassen. Wer sich mit weniger zufrieden gibt, sollte sich eine neue Beziehung suchen.<a target="new" href="http://www.mann2.net" /></p>
<p><a target="new" href="http://www.mann2.net">&#8211;Mann²</a></td>
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		<title>Eifersucht</title>
		<link>http://zweierpack.de/2007/07/24/eifersucht/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2007 08:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mann²</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zweierpack]]></category>

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Sie hat in sein Handy geschaut, und nun möchte sie, dass ich ihr sage, dass es okay gewesen sei. Triumphierend berichtet sie von seinen Eskapaden: einem zweideutigen SMS-Wechsel mit einer Kollegin und einer Verabredung zum Frisbee, von der er ihr nichts erzählt hatte.
„Ich wusste, dass er mit der was am Laufen hat! Ich hab’s einfach [...]]]></description>
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<strong>Sie hat in sein Handy geschaut, und nun möchte sie, dass ich ihr sage, dass es okay gewesen sei.</strong> Triumphierend berichtet sie von seinen Eskapaden: einem zweideutigen SMS-Wechsel mit einer Kollegin und einer Verabredung zum Frisbee, von der er ihr nichts erzählt hatte.</p>
<p>„Ich wusste, dass er mit der was am Laufen hat! Ich hab’s einfach gemerkt.“</p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, was ich sagen soll. „Vielleicht hat er dir es nur nicht gesagt, weil er wusste, dass du Theater machen würdest“, wende ich ein.</p>
<p>„Jetzt verteidigst du ihn auch noch!“ Sie beginnt, sich zu ereifern. „Was soll er sich denn noch alles leisten? Erst sagt mir nichts von seiner Verabredung! Dann schreibt er ständig SMS mit seinen Kolleginnen. Dann geht er mit Kumpels weg und glotzt mit ihnen anderen Weibern hinterher. Ständig . ..“</p>
<p>„Er ist ein Mann und grundanständig.“</p>
<p>„Ach!“  Ihr Mund öffnet und schließt sich wie der eines nach Atem ringenden Karpfens.</p>
<p>Ich wittere meine Chance auf mehr als einen Satz. „Wenn er irgendwann mal fremdgeht, dann nur, weil du ihm ständig vorhälst, er würde es tun. Das ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Du führst deine Beziehung, als wärst du Schließerin in der JVA.“</p>
<p>„Wenn ich ihn nicht kontrolliere, meint er, er könnte tun und lassen, was und wie er es will!“ Auf ihrer Stirn haben sich kleine Schweißperlen gebildet, die im Gegenlicht sanft schimmern.</p>
<p>„Redest du von deinem Freund oder von euerm Hund?“</p>
<p>„Wie meinst’n das jetzt?“</p>
<p>„Schenk ihm doch zum Geburtstag so ein Elektrohalsband.“</p>
<p>Ihre Augenbrauen neigen sich bedrohlich Richtung Nasenwurzel. Ihre Kiefer zermalmen ein unsichtbares T-Bone-Steak. Dunkle Gewitterwolken ziehen über ihre Stirn.</p>
<p>„Glaubst du, du bist nicht liebenswürdig genug?“ frage ich. „Du erstickst ihn.“</p>
<p>„Ich werde sie anrufen und sie fragen.“</p>
<p>„Wen?“</p>
<p>„Seine Kollegin. Ich werde sie fragen, ob was mit ihm läuft.“</p>
<p>„Du machst dich zum Affen.“</p>
<p>„Ja und? Dann weiß ich wenigstens, wo ich dran bin.“</p>
<p>„Wenn du das machst, macht er Schluss. Das kann doch kein Mann aushalten.“</p>
<p>Sie sieht mich an und zischt zwischen den Zähnen hindurch: „Nee, meine Liebe. Vorher mache <i>ich</i> Schluss! Denn alles lasse ich mir von einem Mann auch nicht bieten!“</p>
<p><a href="http://nessy.twoday.net">&#8211;nessy</a></td>
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<strong>Ich bin ja nicht eifersüchtig.</strong> Schliesslich würde das heissen zuzugeben, daß man Gefühle und Verlustängste hat. Das geht als Mann aber schon mal gar nicht. Es bleibt also nur schicksalsergebenes Vertrauen in die Partnerin. So einfach ist das.</p>
<p>Ich schreibe meiner besseren Hälfte nicht vor, wann ich sie wo erwarte und ich versuche es so aussehen zu lassen als würde es mich nicht stören, wenn sie sich mit Vertretern des anderen Geschlechts trifft. Das erhält den Frieden in einer Beziehung und verhindert, dass man frühzeitig an Bluthochdruck stirbt.</p>
<p>Im Gegenzug erwarte ich die gleiche Freiheit für mich. Ich möchte gern fortgehen wann ich will, wohin ich will und mit wem ich will. Und natürlich nach Hause kommen, wann immer mir das in den Kram passt. Hat man diese Freiheit, nutzt man sie meisten eh nicht. </p>
<p>Erst der gefühlte Freiheitsverlust führt zu dem dringenden Bedürfnis bis nachts um drei (auch gerne unter der Woche) durch die Clubs zu ziehen, in denen sich hirn- und bauchfreie Damen, auf den Tischen tanzend, dem leicht angeheiterten meist männlichen Publikum präsentieren.</p>
<p>Wenn man dann noch die eigene Beziehung korrekt pflegt kann gar nix mehr schief gehen. Ab und zu ein paar Blumen, mal eine Schachtel Konfekt, ein gemeinsamer Kinobesuch oder ein drei-Tage-Kurzurlaub und schon läuft alles wie am Schnürchen. </p>
<p>Und wenn wir schon dabei sind. Die Freundin freut sich doch mit Sicherheit auch über das GPS-Tracking mit dem Mann jeder Zeit ihr Handy orten kann. Das hat nix mit Kontrollwahn zu tun sondern mit Sicherheit. Es geht darum der Frau das wohlige Gefühl zu vermitteln immer in ihrer Nähe zu sein. </p>
<p>Auch die in der ganzen Wohnung versteckt angebrachten Kameras, die jede Bewegung aufzeichnen sind nicht zur Einschränkung der Freundin da, sondern dienen lediglich der Überwachung von Einbrechern und der Beweisdokumentation zu der Frage wer den letzten Joghurt aus dem Kühlschrank genommen hat.</p>
<p>Lediglich die kleine Kamera in der Dusche dient ausschliesslich der eigenen Bespassung. Und damit es lohnt und die ins Internet übertragenen Bilder nicht zu langweilig werden lass ich gelegentlich auch mal andere Damen bei uns duschen. Für die anschliessenden Aktivitäten im Schlafzimmer werden die Kameras dann aber abgeschalten.</p>
<p><a href="http://www.mann2.net">&#8211;Mann²</a></td>
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		<title>Anmache.</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jul 2007 03:11:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mann²</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zweierpack]]></category>

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Diese typische Situation in der Kneipe. Oder an der Bushaltestelle. Oder sagen wir: in der Bahn. Ich sitze da, bemerke ihn. Keine klassische Schönheit, sondern ein Typ. Blonde, verwuschelte Haare, ein bisschen rundlich und so gekleidet, dass ich nicht weiß, ob es geplante Lässigkeit oder ein Zeichen dafür ist, dass er über den Dingen steht.
Er [...]]]></description>
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<td valign="top" style="padding-right: 10px; width: 50%">
<strong>Diese typische Situation in der Kneipe. Oder an der Bushaltestelle. Oder sagen wir: in der Bahn.</strong> Ich sitze da, bemerke ihn. Keine klassische Schönheit, sondern ein Typ. Blonde, verwuschelte Haare, ein bisschen rundlich und so gekleidet, dass ich nicht weiß, ob es geplante Lässigkeit oder ein Zeichen dafür ist, dass er über den Dingen steht.</p>
<p>Er blickt auf und sieht mich. Er lächelt. Ich werde rot und schaue verlegen weg, versuche, mich mit etwas zu beschäftigen, aber es findet sich nichts Wichtigeres, als wieder zu ihm hinzuschauen. Er hat seinen Blick abgewandt, so dass ich Gelegenheit habe, ihn zu mustern. Doch schon blickt er wieder zu mir hinüber, ich lächele und &#8230;</p>
<p><b>Fortsetzung #1 </b><br />
… er steht auf, klemmt seine Tasche unter den Arm und kommt zu mir hinüber. „Ist der Platz hier noch frei?“ fragt er mit warmer Stimme. Ich bejahe. Er setzt sich mir gegenüber. Ich weiß, es wäre eine super Sache, jetzt etwas zu sagen. „Fährst du öfter diese Strecke?“ wäre eine nahe liegende Frage, aber einfallslos. Sie würde funktionieren, aber möchte ich wirklich nur funktionieren?</p>
<p>„Bis wir hier raus sind, möchte ich Deine Nummer haben“, sagt er, und ich  weiß, dass er sie bekommen wird.</p>
<p><b>Fortsetzung #2 </b><br />
… er steht auf, klemmt seine Tasche unter den Arm und geht zum Ausgang. Oh nein. Was tue ich? Warum tut <i>er</i> nichts? Ich bin am Zug. Verdammt. Ich rolle die Kopfhörer um den MP3-Player, stehe auf und trete neben ihn. Auf Augenhöhe blicken wir uns an.<br />
„Na, auch hier raus?“ fragt er.</p>
<p>Hitze steigt mir in die Wangen, und ich weiß, dass er jetzt weiß, dass es nicht so ist.<br />
„Ich auch nicht“, sagt er und grinst. „Wollte nur mal wissen, ob Du es tust.“ </p>
<p><b>Fortsetzung #3 </b><br />
… warte auf ein Zeichen. Ein eindeutiges Zeichen. Er könnte ein Schild hoch halten, auf dem steht: „Sprich mich an. Du kannst nichts falsch machen.“</p>
<p>Ich schaue weg. Schaue wieder hin. Er hat sich in ein Buch vertieft. Ich schaue aus dem Fenster, auf die Schülergruppe weiter hinten im Abteil, wieder zu ihm. Ich schließe die Augen. Ich könnte meine Nummer auf einen Zettel schreiben und sie ihm beim Vorbeigehen lässig hinhalten.</p>
<p>Ich schlage die Augen auf und sehe, dass er weg ist. Ich sehe zum Ausgang. Auch dort steht er nicht. Die Bahn hält, die Türen gehen auf. Mein Blick sucht die Menge ab, die aus dem Zug strömt. Da ist er wieder. Er sieht mich an, lächelt und verschwindet in Richtung Rolltreppe.</p>
<p><a href="http://nessy.twoday.net">&#8211;nessy</a></td>
<td valign="top" style="padding-left: 10px; width: 50%">
<strong>Wie spricht man eigentlich eine Frau an? Ich meine wenn man ihren Namen noch nicht kennt. </strong>Wie kriegt man den Namen überhaupt aus einer Frau heraus? Und wie kommt man an die dazugehörige Telefonnummer? Mit dem Spruch: „Ich habe meine Telefonnummer verlegt. Kann ich deine haben?“ jedenfalls nicht. Die einzige Antwort, die man damit provoziert ist: „Klar. Steht im Telefonbuch und mein Name steht direkt daneben.“</p>
<p>Bei der gekonnten Anmache ist ein wenig mehr Subtilität erforderlich. Aber auch davon nicht zuviel. Denn mit „subtil in der Ecke stehen und quer durch den Raum die begehrte Dame anstarren“ kommt man auch nicht viel weiter als mit dem oben zitierten Spruch. Man erspart sich hier lediglich die dumme Antwort. Aber ein Date entsteht so nicht.</p>
<p>Humor hilft sicherlich. Aber auch hinten jede Pointe noch einen Witz zu hängen mit den Worten: „Eh, kennst du den schon,&#8230;?“ bringt uns nicht weiter. Im besten Fall fällt man als nerviger Witzbold auf. Ähnliche Risiken geht ein, wer zu sehr auf Kavalier macht und dann als Schleimer dasteht. </p>
<p>Die Mischung machts. Ein lockerer Spruch, ein wenig Charme, ein paar gute Manieren und dabei eine ernste verbindliche Art. Das hat zwar keine hundertprozentige Erfolgsgarantie, aber man steht auch nicht doof da wenn es nicht klappt und die Frau einen nicht erhört. Am ehesten zieht meiner Meinung nach übrigens die Masche des weltgewandten Herren. Ohne Protzen die eigene Yacht mit ins Gespräch einfliessen lassen oder gekonnt den letzten Strandurlaub auf Malle als mediteranen Bildungsurlaub mit einflechten. </p>
<p>Frauen suchen schliesslich einen Mann, bei dem sie das Gefühl haben, er könne ihnen Sicherheit geben, ihre Launen ertragen und sich mit ihnen niveauvoll unterhalten. Oder zumindest glauben Männer, daß Frauen das gerne hätten.</p>
<p>Und damit sind wir auch schon bei der Masche, die für Frauen wahrscheinlich immer funktioniert. Das arme, hilflose Weibchen auf der Suche nach einem starken Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht. Die Frau, die es schafft einem Mann dieses Gefühl patriarchischer Überlegenheit zu vermitteln hat schon gewonnen. Zumindest für den Augenblick. Ob es sich lohnt sich solch einen Mann zu angeln muss natürlich jede Frau ganz alleine wissen.</p>
<p><a href="http://www.mann2.net">&#8211;Mann²</a></td>
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		<title>Kavaliere.</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jul 2007 07:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mann²</dc:creator>
				<category><![CDATA[ExtraPackung]]></category>
		<category><![CDATA[Zweierpack]]></category>

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„Hey du geile Schnecke, Lust mit mir war trinken zu gehen?!&#8221; Macho. Das erste was mir dazu einfällt. Möchte frau da freundlich und süß sein? Sich von ihm beschützen lassen und akzeptieren, nur ein „geiles&#8221; Objekt zu sein?
Für mich ist das unter meiner Würde und ich träume lieber von einem märchenhaften Kavalier…
Groß und Schlank sollte [...]]]></description>
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<strong>„Hey du geile Schnecke, Lust mit mir war trinken zu gehen?!&#8221; Macho.</strong> Das erste was mir dazu einfällt. Möchte frau da freundlich und süß sein? Sich von ihm beschützen lassen und akzeptieren, nur ein „geiles&#8221; Objekt zu sein?</p>
<p>Für mich ist das unter meiner Würde und ich träume lieber von einem märchenhaften Kavalier…</p>
<p>Groß und Schlank sollte er sein, aristokratische Gesichtszüge, gut angezogen, Anzug oder so. Starke Arme um Frau durch Unebenheiten zu tragen. Der mir Rosen schenkt, die Türe aufhält – Ladies first – die Jacke abnimmt, den Stuhl anbietet und mit leiser Stimme seriös den Sekt bestellt. Der Frau zum Tanzen auffordert und diese Kunst auch noch beherrscht. </p>
<p>Frei nach der Weisheit, „Eine Frau ist so schön wie ihre Komplimente&#8221;, hören wir ihm errötend zu, wenn er betont, wie schön wir heute sind. Er soll ja gar nicht vor uns buckeln, nein, ein aufrechter Mann ist viel mehr wert, sondern uns nur das Gefühl vermitteln, dass wir diesen Aufwand wert sind.</p>
<p>Ein Kavalier eben.</p>
<p>Auch muss er nicht alles Geld für uns ausgeben, schon wenn er uns im Fast-Food-Restaurant zu einem Tisch geleitet und für uns das Essen holt, sind wir glücklich. Einer der für uns früh aufsteht und mit Blumen vor unserer Haustüre wartet. Von so einem lässt frau sich nur zu gerne verwöhnen.</p>
<p>Doch wie viele gibt es von dieser Art noch?</p>
<p>In Deutschland scheint das ja nicht gerade „in&#8221; zu sein. Muss man wirklich zuerst nach England fahren? Ich erinnere mich nur zu gerne an diesen Briten, mit seinem herrlichen Akzent, der so perfekt in dieses Bild passte. Aber es kann ja nicht sein das man hier so etwas nicht findet! Oder laufen diese nur nicht so auf offener Straße herum?</p>
<p>Kennt man zuerst den Mann und merkt dann, dass er ein Kavalier ist, oder lernt man einen Kavalier kennen, der zufällig auch ein Mann ist? Wahrscheinlich sind einfach manche Männer mehr als andere ein Kavalier und den perfekten gibt es wohl gar nicht.</p>
<p>Aber es ist wirklich schade, dass so wenige versuchen auf diese Art Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und Macho-Sprüche doch öfter an Frau&#8217;s Ohr gelangen.</p>
<p><a href="http://www.reginchenbienchen.de">&#8211;ReginchenBienchen</a></td>
<td valign="top" style="padding-left: 10px; width: 50%">
<strong>Als ich 19 war hat mich mal eine junge Dame aus dem Zug wieder zurück auf den Bahnsteig gezogen,</strong> weil ich vergessen hatte ihr den Vortritt zu lassen. Eine feine Gepflogenheit, deren Bedeutung für ein ausgewogenes Miteinander mir damals nicht einleuchtete. Bei dem unfreiwilligen Rückwärtsausstieg aus dem Zug habe ich mich heftig auf den Hosenboden gesetzt und der Stoß den mein Hintern dabei abkriegte reichte in direkter Verlängerung meiner Wirbelsäule aus einen kleinen Schalter in meinem Hirn umzulegen. Zumindest war ich seither immer darauf bedacht energisch aussehenden Damen den Vortritt zu lassen.</p>
<p>Bei nicht ganz so energisch wirkenden Damen kommt es hin und wieder noch vor, daß ich die Regel missachte und vor ihr einsteige. Aber im Großen und Ganzen sind meine Manieren gegenüber dem weiblichen Teil der Welt deutlich besser geworden. Ich versuche daran zu denken den Damen die Jacke abzunehmen, ihnen die Türen aufzuhalten und ihnen beim Verlassen eines Restaurants auch wieder in die Jacke hineinzuhelfen. Das ich die Rechnung im Restaurant beglichen habe versteht sich dabei von selbst. </p>
<p>Je nach Situation kann es sogar vorkommen, daß ich mich von meinem Platz erhebe wenn eine Dame den Raum betritt oder verläßt. Ich vermeide es inzwischen auch den Damen die Hand beim Grüßen zu zerdrücken. Und selbstverständlich achte ich auf eine flüssige Konversation. Statt die Dame gegenüber mit den Details meiner Arbeit vollzuquatschen und ihr Outsourcing-konzepte zu erläutern versuche ich herauszufinden was sie wirklich interessiert und versuche dann das Gespräch daran auszurichten.</p>
<p>Kurzum ich bin ein Kavalier. Oder wäre zumindest gerne einer. Sich den Ruf des Kavaliers zu erwerben heisst nicht mehr von resoluten Frauen aus dem Zuge gezerrt zu werden oder sich entlose Vorträge über die Rolle der Frau in der Gesellschaft anhören zu müssen. Man muss nur ein wenig darauf achten, daß sich der Ruf des Kavalier-sein sich nicht auch bei den Männern herumspricht. Da wird das ganze nämlich recht häufig mit „Weichei“ übersetzt und dies ist auf gar keinen Fall wünschenswert.</p>
<p>Ab und wünschte ich mir aber auch das die eine oder andere Dame, die soviel Wert auf  Gleichberechtigung legt, mir auch mal eine Tür öffnet, die Rechnung im Lokal bezahlt und die Unterhaltung an meinen Interessen ausrichtet. Aber dafür gibt es ja Männerfreundschaften.</p>
<p><a href="http://www.mann2.net">&#8211;Mann²</a></td>
</tr>
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		<title>Zeitschriften.</title>
		<link>http://zweierpack.de/2007/06/25/zeitschriften/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jun 2007 10:28:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mann²</dc:creator>
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Bereits in frühester Jugend entwickelte ich eine ausgeprägte Schwäche für Qualitätsjournalismus. Investigativ recherchierte Fakten, niedergeschrieben in nüchtern-analytischem Stil – ich ahnte schon im zarten Grundschulalter, dass dies die Mittel der Wahl sind, um die verrohte Gesellschaft vor sich selbst und ihrer korrupten Führung zu schützen.
Ebenso früh wie ich Gefallen an sowohl bezüglich der Recherche- als [...]]]></description>
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<strong>Bereits in frühester Jugend entwickelte ich eine ausgeprägte Schwäche für Qualitätsjournalismus</strong>. Investigativ recherchierte Fakten, niedergeschrieben in nüchtern-analytischem Stil – ich ahnte schon im zarten Grundschulalter, dass dies die Mittel der Wahl sind, um die verrohte Gesellschaft vor sich selbst und ihrer korrupten Führung zu schützen.</p>
<p>Ebenso früh wie ich Gefallen an sowohl bezüglich der Recherche- als auch der sprachlichen Leistung stimmigen Texten fand, zogen mich die Werke des professionellen Fotojournalismus in ihren Bann. Insbesondere Aufnahmen von Personen der relativen Zeitgeschichte waren mir, die ich Familienfeiern gerne mit meiner Pocketkamera für die Nachwelt dokumentierte, Inspiration und Maßstab zugleich.</p>
<p>Es wird den aufmerksamen Leser deshalb nicht verwundern, wenn ich als eine der Lieblingslektüren meiner Kindheit das „Goldene Blatt“ nenne. Jene Publikation, die ihre geneigte Leserschaft glaubwürdig sensibel über die Geschehnisse in der höheren Gesellschaft informiert &#8211; für Schlagzeilen wie „Doktor Brinkmann: Jetzt ist er tot!“ benötigt man einfach Feingeist und Fingerspitzengefühl -, lag stets bei meiner Großmutter auf dem Wohnzimmertisch. Denn auch meine Oma wusste die differenzierte und meinungsfreudige Beobachtung europäischer Adelsgeschlechter zu schätzen – und die Kreuzworträtsel auch.</p>
<p>Nach ausgedehnter Lektüre des „Goldenen Blattes“ entschloss ich mich – es muss während des Wechsels zum Gymnasium gewesen sein -, mein Taschengeld nicht nur in Naschwerk, sondern auch in meine außerschulische Bildung zu investieren und erwarb regelmäßig die „Bild der Frau“. Dies tat ich vor allem wegen der Vorher-Nachher-Geschichte über die Wandlung adipöser Hausfrauen zu geschmeidigen Models, die mich nachhaltig prägte. Zwar entging mir bisweilen, dass die Dame auf dem ersten Foto nicht immer exakt identisch war mit jener auf dem chronologisch nachfolgenden Bild, doch das verdrießte mir den Konsum der Zeitschrift nicht.</p>
<p>Infolge meiner anspruchsvollen Lektüre war ich meinen Klassenkameraden intellektuell voraus, weshalb mich ein Magazin wie die „Bravo“ kaum zu beeindrucken vermochte. Es war lediglich dem Gruppendruck geschuldet, dass ich einen, möglicherweise zwei flüchtige Blicke hineinwarf. Nur wegen der wissenschaftlich hochwertigen Erklärstücke über physische und psychische Veränderungen in pubertierenden Körpern entschied ich mich gelegentlich für einen Kauf, schließlich lag mir als Außenseiter viel daran, meine Mitschüler und ihre Bedürfnisse zu verstehen.</p>
<p>An meiner Vorliebe für die Glanzstücke deutschen Pressewesens hat sich bis heute nichts geändert. Deshalb und weil ich während eines  Besuchs beim Frisör nicht mit Wünschen wie „Bringen Sie mir doch bitte den ‚Spiegel‘ oder den ‚Stern‘, während die Packung einwirkt!“ als kauziger Sonderling auffallen möchte, werde ich sie auch weiterhin lesen. „Bunte“ und „Gala“ lese ich mitunter auch. Aber nur heimlich unter der Bettdecke. Alles andere wäre zu peinlich.</p>
<p><a href="http://nessy.twoday.net">&#8211;nessy</a></td>
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<strong>Nachdem es meinen Eltern nie gelungen war mich angemessen aufzuklären, habe ich mich frühzeitig nach alternativen Methoden umschauen müssen</strong>. Aufklärung am praktischen Beispiel funktionierte nicht – hauptsächlich aus Ermangelung an einem Studienobjekt – und mein Freundeskreis hatte bedauerlicherweise genauso wenig verwertbare Erfahrung wie ich. Damit fiel dann auch der Austausch unter Alters- und Artgenossen aus. Eine „beste Freundin“, die ich hätte fragen können hatte ich nicht. Also blieb nur der Griff in das Zeitschriftenregal. Die einzige Zeitschrift, die mir ein wenig entgegenkam war die BRAVO. </p>
<p>Hätten mich meine Eltern gefragt, warum ich die lese, dann hätte ich wahrscheinlich mit einem Verweis auf die spannenden Berichte über den tropischen Regenwald und das Aussterben der Wale geantwortet. In Wirklichkeit hat mich das damals überhaupt nicht gejuckt. Mich interessierten ausschliesslich die Doppelseiten in der Mitte des Heftes mit den Fotoportraits der beiden nackten Jugendlichen (wobei mich meistens nur die Seite mit der weiblichen nackten Schönheit interessierte) und die Rubrik „Liebe, Sex und Zärtlichkeit“. </p>
<p>Erst später stellte ich fest, daß man mit der Zeitschrift, die man liest auch ein Statement zu sich selbst machte und wechselte also aus Imagegründen zum FOCUS, der zwar weniger Sex bot, dafür aber intellektueller aussah. Das FOCUS nur eine BRAVO für Erwachsene war ist mir erst aufgefallen, als die Freunde, die ich für wirklich intellktuell hielt alle Stern oder Spiegel lasen. An diesem Punkt habe ich dann Nachrichtenmagazine komplett aufgegeben und meine News aus dem Web bezogen.</p>
<p>Aber der Hang zu Zeitschriften ist geblieben. Und seither lese ich also ein paar Zeitschriften, die mich wirklich interessieren, wie zum Beispiel „Geschichte Heute“, „History“ oder das „IT Management Magazine“. Dazu kommen ein paar Zeitschriften, die dazu dienen irgendwen zu beeindrucken. Hauptsächlich die „National Geographic“ Reihe. Sieht schick aus und die Bilder sind fantastisch. Ausserdem interessieren mich heutzutage tatsächlich die Umweltberichte über das Sterben von Walen und Regenwäldern.</p>
<p>Natürlich finde ich auch Nackebilder spannend, aber ich weiss nicht so genau was meine Frau zu einem Playboy- oder Hustler-Abo sagen würde. Ich sollte mal mit ihr darüber sprechen. Im Gegenzug wäre ich auch bereit einem Abo von „Bild der Frau“, „Schöner Wohnen“ oder „Freundin“ zustimmen. Bis dahin werden wir es wohl bei dem NEON Abo belassen. Da fällt mir ein NEON ist so ein bisschen wie eine Bravo für Mittzwanziger. </p>
<p><i><small>Herzlichen Dank an die <del datetime="2007-06-25T15:17:35+00:00">den</del> flyhigher. Der Hussler heisst jetzt auch korrekterweise Hustler. Ich kenn mich da nicht so aus. Bin aber froh, wenn es in der Leserschaft Leute gibt, die da schon mal recheriert haben.</p>
<p>Nachtrag: Ich muss auch nochmal kurz flyhighers Geschlecht ändern. Von männlich zu weiblich.</i></small></p>
<p><a href="http://www.mann2.net">&#8211;Mann²</a></td>
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		<title>100 €</title>
		<link>http://zweierpack.de/2007/06/19/100-e/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jun 2007 09:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mann²</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zweierpack]]></category>

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100 Euro, das war früher mehr Geld. Nicht nur, weil 200 Mark mehr Geld waren als 100 Euro, sondern weil es in meinem Leben irgendwann einen schleichenden Prozess gab, im Zuge dessen sich mein Verhältnis zu bestimmten Summen Geld änderte.
Wahrscheinlich begann diese Entwicklung, als ich anfing, selbst meinen Lebensunterhalt zu verdienen und dabei so erfolgreich [...]]]></description>
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<strong>100 Euro, das war früher mehr Geld.</strong> Nicht nur, weil 200 Mark mehr Geld waren als 100 Euro, sondern weil es in meinem Leben irgendwann einen schleichenden Prozess gab, im Zuge dessen sich mein Verhältnis zu bestimmten Summen Geld änderte.</p>
<p>Wahrscheinlich begann diese Entwicklung, als ich anfing, selbst meinen Lebensunterhalt zu verdienen und dabei so erfolgreich war, dass ich neben dem Studium mit einem Mal fünf Jobs hatte. Als ich plötzlich nicht mehr jeden Pfennig umdrehen und mir im Supermarkt nicht mehr überlegen musste, was ich ohne Fleisch und viel Gemüse kochen konnte, weil beides zu teuer war, verlor das Geld einen Teil seines Wertes. Es war einfach da. Nicht, weil es mir zugeflogen kam, sondern weil ich genug  Auftrag- und Arbeitgeber hatte, die pünktlich überwiesen. Das war die Zeit, in der ich mit einem Mal einfach so, ohne dass etwas kaputt gegangen war oder ich dringend etwas brauchte, shoppen ging und es mir leisten konnte.</p>
<p>Auch wenn 100 Euro heute weniger bedeutend sind als damals, wenn ich sie schneller und unbedachter ausgebe, wenn ich nicht mehr die gleiche Erregung spüre wie mit 20 und mein Portmonee mit mehr um ein gefühltes Kilo schwerer wird, nur weil zwei braune Scheine es füllen, haben diese 100 Euro nicht immer den gleichen Wert. 100 Euro meines Gehalts etwa sind Verfügungsmasse. Sie sind da, um ausgegeben zu werden – zumeist für Lebensmittel, für Dinge des täglichen Bedarfs. Ich empfinde kein Glücksgefühl, wenn ich sie ausgebe, vielmehr entweicht ein gottergebener Seufzer meiner Kehle als Zeichen de Bedauerns, dass schon wieder 100 Euro den Besitzer wechseln.</p>
<p>100 geschenkte oder gar gefundene Euro sind etwas Besonderes. Sie haben einen größeren Wert als die 100 Euro, für die ich gearbeitet habe. 100 geschenkte Euro hüte ich wie 1000 selbst verdiente. Ich empfinde eine größere Dankbarkeit sie zu besitzen als bei 100 selbst verdienten – denn letztere stehen mir schließlich zu, erstere nicht. Geschenkte oder gefundene 100 Euro kommen deshalb in ein Sparkästchen, dessen Inhalt nur dafür da ist, dass ich mir selbst etwas gönne – einen Urlaub oder ein neues Möbel. Etwas, das ich mir sonst nicht leisten würde, weil die Kosten nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen. Weil die Antwort „Wäre schon schön“ auf die Frage „Brauche ich das wirklich?“ nicht ausreicht, um die Ausgabe zu rechtfertigen.</p>
<p>Geschenktes und gefundenes Geld wird nur noch übertroffen von geerbtem Geld. Denn an ihm hängt der Geist eines lieben Verstorbenen. Sein Geld gebe  ich nur für Dinge aus, die ihn mir erhalten und in denen er weiterlebt &#8211; nicht für flüchtige Freuden .</p>
<p><a href="http://nessy.twoday.net">&#8211;nessy</a></td>
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<strong>Da lagen sie also vor mir. 100 €</strong>. Ein grüner Schein mitten auf der Straße. Eigentlich wirkte er ein bisschen wie ein grünes Blatt. Aber 100 € Scheine wachsen für gewöhnlich nicht auf Bäumen. Der Schein fühlte sich noch ganz neu an. Ich finde so ein nagelneuer Schein, der beim Falten noch ein wenig knistert, mit noch messerscharfen Ecken und Kanten ist wie eine Verheissung. Wenn man den Schein auch noch einfach so irgendwo findet, dann beinhaltet die Verheissung auch noch ein gewisses Potential zur Erfüllung kleinerer und mittlerer Wünsche die unerwartet ihre Umsetzung finden.</p>
<p>Was also machen mit dem Schein? Männer sind ja sonst sehr spontan und manch einer würde den Schein nehmen, ein paar Freunde anrufen und den Schein dann gemeinsam in der nächsten Bar verflüssigen. Aber das ist nur scheinbar eine gute Idee. Man hat hinterher nicht nur keinen Schein mehr, sondern höchstwahrscheinlich einen dicken Kopf oder gar eine kleine Gedächtnislücke (Das hängt ein wenig davon ab, mit wievielen Freunden man den Schein verflüssigt und sehr davon ab wieviel Alkohol man verträgt).</p>
<p>Das volle Gegenprogramm wäre natürlich den Schein auf die Bank zu tragen. Wer aber hundert Euro findet sie und sie auf sein Girokonto einzahlt und somit in die Haushaltskasse fliessen läßt der ist gewiss Sparkassenkunde und hat schon als Kind darauf verzichtet mit dem Taschengeld Süßigkeiten zu kaufen und lieber gespart. Noch schlimmer ist natürlich der durchschnittliche Volksbankkunde, der den Schein nicht nur zur Bank trägt sondern entweder eine Sondertilgung für den laufenden Hausbaukredit vornimmt oder wenigstens auf sein Sparbuch mit 2,25 % Zinsen einzahlt.</p>
<p>Viel sinnvoller scheint mir das Geld in die Erfüllung eines langgehegten Wunsches zu investieren, den man sich bisher versagt hat, weil es eigentlich ein wenig verschwenderisch gewesen wäre. Aber mit geschenktem oder gefundenen Geld darf man so etwas ohne Gewissensbisse tun. Vielleicht kauft man endlich noch ein paar von diesen James Bond Sammelboxen (auf diese Art macht man sich mit dem Geld ein paar schöne Fernsehabende) oder man investiert in eine neue Speicherkarte für die Digicam oder legt sich endlich vernünftige Kopfhörer für den iPod zu.</p>
<p>Falls man natürlich genau weiss, wer den Schein verloren hat ist es natürlich Ehrensache all diese Tagträumereien beiseite zu schieben und sie dem rechtmäßigen Besitzer wiederzugeben. Moralisch betrachtet ist das wahrscheinlich die langfristig profitabelste Anlage.</p>
<p><a href="http://www.mann2.net">&#8211;Mann²</a></td>
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		<title>Pünktlichkeit</title>
		<link>http://zweierpack.de/2007/06/11/puenktlichkeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jun 2007 07:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nessy</dc:creator>
				<category><![CDATA[ExtraPackung]]></category>

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An sich finde ich Pünktlichkeit gut. Nur leider stehen die Pünktlichkeit und ich auf Kriegsfuß. Nicht bei wichtigen Terminen; dann bin ich eher überpünktlich. Aber im normalen Alltag tue ich Trödelliese mir schwer.
Deshalb ist mein Credo: Männer müssen warten können. Das beginnt schon bei der Balz. Zuerst müssen sie warten können, bis die Angebetete ihnen [...]]]></description>
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<strong>An sich finde ich Pünktlichkeit gut.</strong> Nur leider stehen die Pünktlichkeit und ich auf Kriegsfuß. Nicht bei wichtigen Terminen; dann bin ich eher überpünktlich. Aber im normalen Alltag tue ich Trödelliese mir schwer.</p>
<p>Deshalb ist mein Credo: Männer müssen warten können. Das beginnt schon bei der Balz. Zuerst müssen sie warten können, bis die Angebetete ihnen ein Lächeln schenkt und sie zu weiteren Zuneigungsbekundungen auffordert. Dann müssen die Männer auf ein Zeichen ihrer Gunst warten, um sie zu verführen. Wagt ein liebestoller Romeo sich zu früh vor, kehrt ihm die Dame seines Herzens prompt den Rücken. Wartet er zu lange, ist der Zug abgefahren, und er kann ihm nur noch verdrossen hinterherwinken.</p>
<p>Freilich funktioniert dieser Vorgang auch umgekehrt. Radikalfeminismus, Emanzipation, Aufklärung, Revolution der Frau – haben wir schließlich alles schon hinter uns. Auch Frauen dürfen erobern. Aber seien wir ehrlich: Frauen erwarten in dieser Angelegenheit das unterwürfige, auf ihren Wink hin immer wieder aufs Neue angestachelte und immer einen Schritt weiter gehende Liebeswerben. Selbst eine Gehirnwäsche in Form von mehrwöchiger, unablässiger Lektüre aller in den vergangenen 30 Jahren erschienen Emma-Zeitschriften  ändert an diesen heimlichen, weiblichen Wünschen nichts. </p>
<p>So ist es auch nach zehn Beziehungsjahren noch ein Zeichen ihrer Liebe, wenn Männer lakaienhaft auf dem Wohnzimmersofa warten, als sei es die Bushaltestelle, viertel nach zwölf in der Nacht und der nächste Nachtexpress erst vor fünf Minuten abgefahren, während die Frau sich im Badezimmer fürs Ausgehen aufhübscht.  Frauen können nämlich nie pünktlich fertig sein. Nie. Es gibt lediglich verschiedene Stadien des Fortschritts, die Männer fälschlicherweise als das sofortige Zeichen zum Aufbruch deuten. „Ich bin gleich soweit“ heißt nämlich nicht „Nur noch Schuhe an, dann können wir gehen“. Sondern es heißt: „Ich habe jetzt geduscht und muss mich nur noch föhnen, schminken und mein Handtäschchen packen.“ Dauer: circa eine dreiviertel Stunde.</p>
<p>Treffen er und sie sich zu einem Blind Date , ist die goldene Regel für eine Frau: Nie pünktlich kommen. Denn das würde bedeuten: Du hast mich bereits erobert, ich liege dir zu Füßen. Der Auftritt ist darüber hinaus effektreicher, wenn er bereits bei Kerzenschein im Restaurant sitzt, während sie die Räumlichkeiten betritt und erhaben auf den Tisch zuschreitet, um von ihm begrüßt zu werden.</p>
<p>Erscheint der Mann hingegen zu spät, ist das unhöflich. Der einzige Anlass, bei dem ein Mann sich Zeit lassen sollte zu kommen, ist die körperliche Vereinigung. Falls dahingehend Unsicherheiten bezüglich des perfekten Zeitpunktes bestehen, geben wir unserem Helden gerne ein Zeichen, das ihm bei der Orientierung hilft. Wie damals bei der Balz.</p>
<p><a href="http://nessy.twoday.net">&#8211;nessy</a></td>
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<strong>Wer mich kennt, weiß, dass ich zu vereinbarten Verabredungen stets überpünktlich erscheine.</strong> Eine selten genug eintretende Verspätung meinerseits löst entweder einen besorgten Anruf oder eine rügende Zurechtweisung aus. Oder beides. Ein Schicksal, das ich mit vielen Männern teile, denn Männer haben nun mal pünktlich zu sein, sie müssen funktionieren.</p>
<p>Frauen hingegen dürfen sich Zeit lassen, und sie tun es auch. Eine zu spät kommende Frau ist nicht einmal unhöflich, denn je nach Anlassfall hat ihre Unpünktlichkeit eine spezifische Bedeutung. </p>
<p>Eine Frau bei einem Date warten zu lassen ist gleichbedeutend mit einem schon zu Beginn festgelegten Scheitern des zumindest männlich intendierten abendlichen Ziels. Eine Frau hingegen muss zu spät kommen, schließlich muss sie wenigstens anfangs noch den Schein wahren, die Lage wäre aus männlicher Perspektive noch nicht entschieden. Desinteresse durch Unpünktlichkeit vorzutäuschen ist eine Möglichkeit. Frau will nämlich erst einmal erobert werden.</p>
<p>Die Eintreffreihensfolge der Teilnehmer an einem geschäftlichen Meeting folgte früher einer der Firmenhierarchie entsprechenden Analogie. Vorgesetze ließen ihre Untergebenen gerne warten, um jenen deren Unabdingbarkeit für weitaus wichtigere Dinge zu demonstrieren als sich zeitraubenden Diskussionen mit den Befehlsempfängern auszusetzen. Nachdem Vorgesetzte jedoch in überbezahlten Managementkursen soziale Kompetenz erworben haben, erscheinen selbst diese pünktlich zu Besprechungen, in der Absicht, sich bei ihren nunmehrigen Mitarbeitern als volksnahe zu tarnen. Frauen dürfen auch weiterhin zu spät erscheinen. In der immer noch von Männern geprägten Businesswelt gleichen sie das vergleichsweise niedrigere Gehalt durch Hervorstreichen der eigenen Bedeutung für das ansonsten bedeutungslose Thema der Besprechung seiende Projekt aus. </p>
<p>In allen anderen Fällen weiblicher Unpünktlichkeit muss sie sich erst schön für uns machen. Und obschon das zweifellos seine Richtigkeit hat, tun wir tunlichst gut daran, der Begründung für das späte Erscheinen ein &#8220;als ob du dich noch schöner machen könntest&#8221; zu entgegnen. Trotz und wegen unserer kleinen Höflichkeitslüge sehen wir über die Verspätung wohlwollend hinweg, denn ehrlicherweise müssen wir uns eingestehen, dass einer pünktlichen Frau ein Teil ihres Charmes fehlt. Eine allzu korrekte Frau – wer will das schon?</p>
<p>Es gibt allerdings eine Gelegenheit, bei der die Herangehensweise an das Thema Pünktlichkeit beiderseits genau konträr ausfällt. Mangels Ausdauervermögens hofft der Mann, dass die am  Liebesspiel partizipierende Frau möglichst rasch den Höhepunkt erreicht, während die Frau ihrerseits darauf baut, dass er sich endlich einmal Zeit lässt und die Vorzüge des Verzögerns erkennt, zumindest die für sie.</p>
<p><a href="http://derbaron.twoday.net/">&#8211;Der Baron</a></td>
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		<title>Alarmzeichen.</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2007 07:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mann²</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zweierpack]]></category>

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Ich liege im Wohnzimmer auf dem Sofa, recke aus Langeweile die Beine in die Luft und komme zu dem Schluss, dass meine Waden, von unten nach oben betrachtet, eigentlich ganz schlank aussehen. An meinem rechten Ohr bildet sich gerade eine blutende Blase, aber die Stimme wabert unaufhörlich weiter aus dem Telefonhörer. Nur dumpf dringt der [...]]]></description>
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<strong>Ich liege im Wohnzimmer auf dem Sofa, recke aus Langeweile die Beine in die Luft</strong> und komme zu dem Schluss, dass meine Waden, von unten nach oben betrachtet, eigentlich ganz schlank aussehen. An meinem rechten Ohr bildet sich gerade eine blutende Blase, aber die Stimme wabert unaufhörlich weiter aus dem Telefonhörer. Nur dumpf dringt der Schall in meine Hörschnecke. </p>
<p>„… hat er schon wieder … was meinst du denn dazu, Nessy? Das ist doch alles nicht … *waberwaber* … sein rosa Polohemd …“<br />
Moment! denke ich. Die Blase ist augenblicklich geplatzt. Ein kleiner, roter Faden rinnt mir den Hals hinunter. Ich nehme die Beine herunter. „Er hat ein rosa Polohemd?“</p>
<p>„Hat er sich vergangene Woche gekauft.“<br />
„Einstecktüchlein?“<br />
„Äh, nur wenn er wichtige Termine hat. Wieso …?“<br />
„Wie lange seid ihr jetzt zusammen?“<br />
„Vier Monate, wa …?“<br />
„Mach Schluss.“</p>
<p>Das sind sie, die Alarmzeichen. Die untrüglichen Signale, die der Verliebte zu Beginn der zart blühenden Knospe namens Liebe – oder in den ersten Wochen hormongeschwängerten, sexdurchtränkten Rauschs der Leidenschaft – nicht wahrnimmt. Die kleinen Zeichen, die wir nicht zu erkennen in der Lage sind, weil wir nur seine rehbraunen Augen sehen und seine zarten Hände auf unserem Körper spüren, auch wenn er gar nicht neben uns liegt. </p>
<p>Durch die rosarote Brille sind am Anfang alle Polohemden rosa. Das ist okay. Am Anfang ist der Mann ja auch Prinz. Er parkt seinen weißen Schimmel vor unserer Haustür, hängt Mantel und Degen an die Garderobe und schnallt eine neue Klopapierrolle auf, wenn die alte leer ist. </p>
<p>Das Geheimnis ist: Wenn die rosarote Brille trüb wird, dürfen die Hemden nicht rosa bleiben. Dann brauchen wir einen Mann, keinen Dandy. Einen, der sich nass rasiert, Holz hackt, tüchtig im Haushalt ist, nach Mann und nicht nach Rosenwasser riecht und im Bett keine Wünsche hat, die unseren diametral entgegen stehen. </p>
<p>Köpft er sein Frühstücksei (Grobian! Was wird er erst mit unseren Brüsten machen?)? Faltet er sein Klopapier (Pedant! Der spült bestimmt auch Joghurtbecher, bevor er sie in den Müll schmeißt.)? Trägt er einen Siegelring (Elitärer Schönling! Sex nur zu Ravels Boléro – 2. Balkon Mitte in der Loge auf dem roten Plüschsessel!)?<br />
Also. Obacht. Die Alarmzeichen sind da. Ihr müsst sie nur sehen.</p>
<p><a href="http://nessy.twoday.net">&#8211;nessy</a></td>
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<strong>Frisch verliebt oder auch gerne schon ein bisschen länger</strong>, geht es in die erste gemeinsame Wohnung. Was aber machen, wenn auf die erste romantische Nacht in den eigenen vier Wänden das Erwachen mit Schrecken kommt? Und woran merkt man überhaupt, daß Mann sich zwar mit einem Engel gebettet hat, aber mit einem Teufel wieder aufgestanden ist?</p>
<p>Es ist nicht immer ganz leicht die ersten Anzeichen korrekt zu deuten. Aber ein paar kleine Hinweise gibt es schon. Der Klassiker ist natürlich das „Im Sitzen Pinkeln“ Gebot. Machen Männer zwar irgendwann sowieso automatisch, aber wenn es zur Vorschrift erhoben wird, dann sollte man sich vorsichtshalber nach einem eigenen Pissoir im Bad umsehen oder die Flucht ergreifen. Da hilft auch keine rationale, ach-so-abgeklärte Unterhaltung. Spätestens bei dieser Unterhaltung fällt der Satz „Wir sind doch schliesslich erwachsene Menschen“ und der bedeutet immer das der damit angesprochene, sich in den Augen des Redners infatil benimmt. </p>
<p>Überhaupt sollte man bei Frauen mit abgeklärten Ideen aufpassen. Das klingt beim Kennenlernen zwar immer toll, wenn eine Frau aufgeklärt ist, an die Gleichberechtigung glaubt, ihre Rechnungen selber zahlt und Oralsex nicht für dämonisches Satanswerk hält – Aber Vorsicht: Die gleiche Sorte Frau wird auch am zweiten Tag in der gemeinsamen Wohnung einen gemeinsamen Putzplan aufhängen. Meist ein Exceldruck in Matrixform, an dem beide Partner (er mit grün und sie mit blau) jede Woche, die von ihnen erledigten Aufgaben abhaken dürfen. </p>
<p>In der Steigerungsform hängt eine ähnlich bunte und komplexe Matrix im Bad über der Waschmaschine, die dem bisher nicht eingeweihten Herrn genau erklärt welche Symbole welche Bedeutung haben und wie er die Wäsche mit welchem Waschpulver bei wieviel Grad und wieviel Umdrehungen waschen darf. Die unausgesprochene Aufforderung hinter dieser Matrix lautet: „Mach die Wäsche!“. Brrr. </p>
<p>Diese Sorte Frau mag zwar modern und aufgeklärt sein, aber nach spätestens zwei Jahren Ehe kämpft man hier um das nackte Überleben. Eine solche Frau wird jede Kontrolle an sich reissen und am Ende sogar das Gehalt des Mannes konfizieren und ihm ein bescheidenes Taschengeld davon gewähren, welches ihm noch nicht einmal erlaubt sich einmal im Monat ordentlich zu betrinken, um seine Frau daheim zu vergessen.</p>
<p><a href="http://www.mann2.net">&#8211;Mann²</a></td>
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		<title>Körperpflege.</title>
		<link>http://zweierpack.de/2007/05/29/koerperpflege/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 May 2007 08:08:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mann²</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zweierpack]]></category>

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Es gibt Heißduscher, Kaltduscher, Schnellduscher, Langsamduscher, Sportduscher, Esoterikduscher, Leidenschaftsduscher, Am-liebsten-zu-Zweit-Duscher und solche, die nur widerwillig duschen. Letztere halten ihrer Frau in regelmäßigen Abständen Kleidungsstücke unter die Nase: „Riech mal, Schatz, kann ich das nochmal anziehen?“ Natürlich kann er nicht, und die schnell hinterher geschobene Feststellung, dass der vierte Hub Deo kein Ersatz für eine Wäsche [...]]]></description>
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<strong>Es gibt Heißduscher</strong>, Kaltduscher, Schnellduscher, Langsamduscher, Sportduscher, Esoterikduscher, Leidenschaftsduscher, Am-liebsten-zu-Zweit-Duscher und solche, die nur widerwillig duschen. Letztere halten ihrer Frau in regelmäßigen Abständen Kleidungsstücke unter die Nase: „Riech mal, Schatz, kann ich das nochmal anziehen?“ Natürlich kann er nicht, und die schnell hinterher geschobene Feststellung, dass der vierte Hub Deo kein Ersatz für eine Wäsche wenigstens der behaarten Achselhöhlen ist, versickert ungehört in den Weiten seiner Hörschnecke. </p>
<p>Ich sage Euch jetzt mal etwas, Männer. Unter uns: Geruch ist das A und O. Jeder, wirklich jeder Mann kann 100 Prozent seiner bis dato verlorenen Punkte aufholen, wenn er gut riecht. Wenn ein Mann gut riecht, reicht es mindestens für einen One Night Stand. Für den Rest kann ich die Augen schließen oder das Licht ausknipsen, nur: Gut riechen muss er. </p>
<p>Gut riechen meint in diesem Zusammenhang nicht: After Shave auftragen und fertig. Die profanen zwei Wörter „gut riechen“ beschreiben diese spezielle Mischung aus Eigengeruch und vor einigen Stunden aufgetragenem Eau de Toilette. Es gibt nichts, das mehr anmacht, als der flüchtige Hauch von Männerduft, der im Vorbeigehen oder beim Hinüberbeugen an die weibliche Nase dringt. Das ist der Moment, in dem urzeitliche Steuerungsmechanismen die Oberhand gewinnen und nur hartes Ringen zwischen Es und Über-Ich mich davon abhält, an Ort und Stelle mein rosa Handtäschchen fallen zu lassen und dem Geruchsverströmer hinterherzusteigen. </p>
<p>Körperpflege. Ein peinliches Thema für Männer ist ja ihre natürliche Behaarung und deren Entfernung. Während Frauen selbstverständlich sämtliche nachwachsenden Achselhaare entfernen, lassen die meisten Männer ihre Matte raushängen, als gelte es, damit ein politisches Statement abzugeben. Tina Turner im Schwitzkasten. Leute, echt. Das ist unschön. Ihr müsst ja nicht gleich alles wegrasieren. Aber in bisschen Stutzen mit der Nagelschere oder meinetwegen mit Eurem Schweizer Armeemesser, wenn Ihr Euch damit männlicher fühlt, sollte doch drin sein.  </p>
<p>Darüber hinaus hält die kosmetische Industrie diverse Präparate für Euch bereit, die nicht ganz für die Katz sind. Nicht jeder Mann, der zwei Tiegelchen auf der Ablage stehen hat, ist gleich schwul. Gesichtscreme zum Beispiel ist eine tolle Erfindung. Oder Haargel. Zugegeben, steht nicht jedem, aber bringt sogar in Informatikerfrisuren Pep. Ein bisschen was kann man immer retten.  </p>
<p><a href="http://nessy.twoday.net">&#8211;nessy</a></td>
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<strong>Von Montag bis Freitag gibt es für Männer ein einfaches Körperpflegeprogramm.</strong> Das Programm ist so einfach das selbst manche 15-jährige Burschen es schon beherrschen. Manche brauchen ein wenig länger, aber spätestens mit 25 hat auch der letzte es begriffen.</p>
<p>Das Programm ist für Männer schon deshalb gut geeignet weil es lediglich aus fünf einfachen Regeln besteht, die sich im Notfall auch mal überbrücken lassen.</p>
<p><strong>Regel 1: Wechsel deine Unterwäsche täglich.</strong><br />
Keine besonders schwere Regel, aber wahrscheinlich mit die nützlichste. Man weiß ja nie, ob man a) nicht plötzlich Besuch bekommt oder b) unerwartet ins Krankenhaus muss. In beiden Situationen ist eine Tigerunterhose (gelb-braun gestreift) sehr unangenehm. Diese Regel läßt sich für maximal einen Tag aussetzen.<br />
<strong><br />
Regel 2: Zweimal täglich Zähne putzen.</strong><br />
Einfacher geht es fast nicht. Einmal morgens und einmal abends. Die Regel kann selbstständig ausgebaut und erweitert werden und läßt sich im Notfall auch mal für einen Tag ignorieren (wenn man keine Kundentermine hat) oder mit Zahnpflegekaugummi ausgleichen.</p>
<p><strong>Regel 3: Wechsel das Oberhemd oder T-Shirt regelmäßig</strong><br />
Schweißflecken sind unsexy. Und ungebügelte Hemden sehen einfach sch&#8230;e aus. Wer mal verheiratet ist oder zumindest in festen Händen kann eventuell seine Freundin/Frau überreden, das Bügeln zu übernehmen. Wem das nicht gelingt, der kann sein Hemd auch mal einen Tag lag unter dem Pullover tragen. Es ist dann am zweiten Tag fast gebügelt. Übrigens kann man auch mal ein altes Oberhemd nochmal tragen, wenn man es nochmal ordentlich aufbügelt.</p>
<p><strong>Regel 4: Täglich duschen.</strong><br />
Was soll ich dazu sagen. Mann kann das übrigens innerhalb von 5 Minuten erledigen. Haare trocknen sich von selbst. Der einzig mir bekannte Ersatz für den Notfall ist die großzügige und großflächige Verwendung von Deo.</p>
<p><strong>Regel 5: Schuhe putzen.</strong><br />
Kurioserweise, ist das ein Punkt auf den die Damen häufig achten. Das ganze läßt sich bedauerlicherweise auch nicht umgehen. Ausser vielleicht durch regelmäßiges Kaufen neuer Schuhe.</p>
<p>Soweit so einfach. Nur Freitagsabend wenn Mann auf die Pirsch geht oder anläßlich großer Familienfeste reichen die Regeln nicht aus. Dann dauert die Körperpflege bis zu zwei Stunden und die anzahl der verwendeten Düften, Deos, Cremes, Seifen, Laugen, Lotions, Spülungen und ähnlichem konvergiert gegen unendlich. Nur gut, daß die Frauen den ganzen Krempel eh immer im Bad haben. </p>
<p><a href="http://www.mann2.net">&#8211;Mann²</a></td>
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		<title>Schwiegereltern.</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2007 07:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mann²</dc:creator>
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Seine eigenen Eltern kann man sich nicht aussuchen. Seine Schwiegereltern schon. Man sollte meinen, aufgrund dieser einmaligen Chance ließe eine junge Frau eine gewisse Weisheit bei der Wahl ihres Gatten walten. Zumindest nach dem ersten Glasbruch in der rosaroten Brille und der ersten Vorstellungsrunde bei den Schwiegereltern sollte frau sich kurz versichern, wo die Notbremse [...]]]></description>
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<strong>Seine eigenen Eltern kann man sich nicht aussuchen. Seine Schwiegereltern schon. </strong>Man sollte meinen, aufgrund dieser einmaligen Chance ließe eine junge Frau eine gewisse Weisheit bei der Wahl ihres Gatten walten. Zumindest nach dem ersten Glasbruch in der rosaroten Brille und der ersten Vorstellungsrunde bei den Schwiegereltern sollte frau sich kurz versichern, wo die Notbremse ist. Kleiner Funktionstest sozusagen, mehr nicht. Notbremsen-TÜV. Plakette drauf, und weiter geht’s in der Beziehung. </p>
<p>Überhaupt, die erste Vorstellungsrunde. Antreten bei den Schwiegereltern. Die Feuerprobe! Das ist wie mündliche Diplomprüfung, und niemand hat dir vorher gesagt, in welchem Fach und was das Thema ist. Pures Improvisieren ist angesagt – und zwar in einer Disziplin, die du nicht einmal vorher studieren durftest. Du wirst gemustert wie bei der Zuchtschau der örtlichen Mastbetriebevereinigung und ausgefragt, als seist du eine der Kandidatinnen für die Leitung der nationalen Theologenkonferenz. Denn seien wir ehrlich: Wir leben zwar im Jahr 2007, aber die Herzdame des Sohnes sollte fleißig, sittsam, häuslich und von sonnigem Gemüt sein. Sie sollte gebärfähige Hüften besitzen, zwei sichtbare Brüste vorzuweisen haben und weder zu dick noch zu dünn sein. Glaubt mir, die Begutachtung vor dem Kauf einer Muttersau läuft nicht anders ab, nur dass dabei die inneren und äußeren Werte ungenierter abgefragt werden. </p>
<p>„Subtil“ ist für die Inaugenscheinnnahme durch die Schwiegereltern allerdings auch nicht das richtige Wort. Die fragen dann: „Und was machen Sie so beruflich? Mein Junge erzählte, Sie seien in der Soundsobranche tätig?“ Man kann antworten, was man will: Es ist nie das Richtige. Entweder verdient man zu viel Geld und ist deshalb zu eigenständig. Oder man verdient zu wenig Geld und will ausgehalten werden. Oder man muss zu viel arbeiten und kann sich zu wenig um „den Jungen“ kümmern. Oder man hat zu viel Freizeit und ist faul.  </p>
<p>Okay, es gibt auch liebe Schwiegereltern. Solche, die wirklich tolerant sind. Obwohl &#8230; wenn ich genauer darüber nachdenke &#8230; die Schlimmsten sind die, die zu ihrem Sohn sagen: „Wir tolerieren deine Freundin. <i>Du</i> musst schließlich mit ihr auskommen.“ Dann ist nämlich an Auskommen überhaupt nicht zu denken. </p>
<p>Die lieben Schwiegereltern zeigen ehrliches Interesse, reden aber nicht rein. Sie helfen gerne, drängen sich aber nicht auf. Sie haben ein offenes Ohr, bohren aber nicht nach. Sie sehen ein, dass sie Eltern sind und wollen keine Freunde sein. </p>
<p><a href="http://nessy.twoday.net">&#8211;nessy</a></td>
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<strong>Der erste Besuch bei den Schwiegereltern ist quasi der Lackmustest für eine jede Beziehung.</strong> Es ist DER Indikator, der einem Mann verrät wie er die nächsten Jahre seines Lebens gestalten wird. Entsprechend nervös ist Mann wenn es soweit ist. </p>
<p>Wird der Schwiegervater einen mögen? Wird er zufrieden sein mit der Wahl seiner Tochter? Reicht das monatliche Einkommen aus, um den Schwiegervater zu überzeugen, daß Mann damit seine Tochter auch ernähren kann? Reichen die eigenen handwerklichen Kenntnisse aus, um den Schwiegervater zu beeindrucken? Hat Mann genügend PS unter der Haube? Und wie sieht eigentlich mein Aktiendepot aus?</p>
<p>Hier hilft nur gute Vorbereitung. Mann fängt also an sich zwei Monate vorher mal mit Literatur zu versorgen. Wenn der Schwiegervater Briefmarken sammelt dann kauft Mann „Australische Briefmarken der 30er Jahre“ oder „Schmetterlingsmotive aus aller Welt“. Ist er eher ein Autofreak wird es dringend Zeit nochmal Begrifflichkeiten wie PS, Hubraum oder Beschleunigung von 0 auf 100 aufzufrischen.</p>
<p>Die Schwiegermutter ist ein wenig einfacher. Meistens geht es nur darum alles zu essen was die Schwiegermutter auf den Tisch stellt, dabei fleißig ihre Kochkünste loben und vielleicht anmerken, daß Mann jetzt endlich weiß wo die Lieblingsehefrau so toll kochen gelernt hat. Sollte man allerdings nur machen, wenn es einigermassen der Wahrheit entspricht. </p>
<p>Ansonsten hilft es immer wenn man bereit ist ihr auch mal eine schwere Kiste vom Dachboden zu holen und die Hecke zu schneiden. Sollte man noch einen Trumpf brauchen, empfiehlt es sich Babybilder von sich selbst dabei zu haben.  Den letzten Trumpf den Mann spielen kann ist die Babykarte. Mann deutet einfach an, daß man kinderlieb ist und sich Hoffnung macht die Schwiegermutter auch bald zur Großmutter zu machen. Ich kenne keine Schwiegermutter, die da widerstehen könnte. </p>
<p>Spätestens hier an dieser Stelle sollte man Schwiegervater und Schwiegermutter soweit haben, das sie vor Glück weinend den Schwiegersohn in ihre Arme schliessen und der Tochter ermahnende Worte zumurmeln „diesen guten Mann ja anständig zu behandeln und ihn ja ausreichend zu bemuttern“.</p>
<p>Wer das geschafft hat, dem ist ein stressfreies Familienleben sicher.  Und nicht nur das. Wer das geschafft hat, dem kann es sogar passieren, daß die Schwiergeltern sich bei der Scheidung ein paar Jahre später auf die Seite ihres Schwiegersohnes schlagen statt auf die Seite ihrer Tochter.</p>
<p><a href="http://www.mann2.net">&#8211;Mann²</a></td>
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