5 Filme.

Ihr erwartet jetzt die Sissi-Trilogie oder „Doktor Schiwago“ oder „Vom Winde verweht“. Diese typischen Frauenschnulzen HSHE: Herz, Schmerz, Happy End. Aber so eine bin ich nicht. Nicht immer. Hier meine fünf Lieblingsfilme:

  • Der Clou:
    Der größte Bluff der Filmgeschichte – löst sich erst in den letzten Minuten auf und ist deshalb absolut famos. Johnny Hooker und Henry Gondorff: Ich liege euch zu Füßen und schaue auch gerne ein zwanzigstes Mal zu, wie ihr Doyle Lonnegan linkt. Es gibt mindestens fünf Szenen, bei denen ich leise und anerkennend „Genial!“ murmle. Und das ist der Film auch: Genial. Schlicht und einfach. Und im Wortsinne.
  • Zeugin der Anklage:
    Ein Schwarz-Weiß-Schinken, den ich lange Zeit auf VHS-Kassette besaß und immer wieder gerne angesehen habe – zuletzt nachts um 2 Uhr, nachdem ich beim Zubettgehzappen hineingeraten bin. Sir Wilfried im Kampf mit seiner furienhaften Oberschwester, Marlene Dietrich als berechnende Schöne und ein spannungsreicher Plot: Crime at its best und ganz ohne Blut.
  • Rain Man:
    Hohe Schauspielkunst von Dustin Hoffman und ein Tom Cruise, den man sich damals noch ansehen mochte. Okay, manchmal ist er auch in diesem Film cruiselich, der Tom, aber Dustin Hoffman reißt es wieder raus. Ihm bei der Berufsausübung zuzusehen, macht die meiste Freude (wie übrigens auch Leonardo di Caprio in „Gilbert Grape“ – der Beweis, dass der schöne Leo wirklich etwas drauf hat).
  • Das Leben ist schön:
    Ein humorvoller Film über den Holocaust, so perfekt inszeniert, wie es wahrscheinlich kein zweites Mal gelingen wird. Besonders schön sind die Spitzen, die im Detail liegen: „Das sind meine Kinder Adolfo und Benito“ – hrhrhr. Sehr, sehr gut. Sehr bissig. Liebe, Aufopferung, Heiterkeit, pures Grauen – am bewegendsten ist das Traurige, das Lachen macht.
  • Einer flog übers Kuckucksnest:
    Ein Juwel unter den Filmen dieser Welt. Der grandiose Jack Nicholson ist der unangepasste Randall P. McMurphy, der sich in der Klappse gegen das System auflehnt und schlussendlich daran scheitert. Tragisch, komisch und einer der Filme, die nachwirken, nachdem ich bereits abgeschaltet habe.

Außerdem unter den Favoriten: „Tootsie, „Catch me if you can“, „The Door in the Floor“, „Before Sunrise“, „Zeit des Erwachens“, „Departed“ und die deutschen Filme „Das Boot“, „Jenseits der Stille“, „Lammbock“, „Sommersturm“, „Alles auf Zucker!“ und wahrscheinlich noch jede Menge mehr. Sie fallen mir nur jetzt nicht ein.

–nessy

Ich habe am Wochenende meine DVD-Sammlung mal wieder sortiert. Die hat nämlich schenkungsbedingt schon wieder an Umfang zugelegt und blockiert inzwischen drei Regalböden meines IVAR Regals. Am meisten schmerzt mich daran, daß ich Bücher zur Seite räumen musste, um den DVDs Platz zu machen.

Das gute daran: Ich habe mal wieder fast alle meine DVDs in der Hand gehabt und so fällt es mir heute relativ leicht meine persönlichen TOP5 zu identifizieren.

  • Robin Hood – König der Diebe
    Manchmal langweilt der Film mich ja schon, weil ich fast jeden Dialog mitsprechen kann. Als 12-jähriger durfte ich den im Kino nicht anschauen, weil ich gerade was ausgefressen hatte und über die Jahre hat sich da so ein Robin-Trauma gebildet, das mich in regelmäßigen Abständen dazu nötigt den Film zu schauen.
  • Der Name der Rose
    Das Buch gehört zu meinen meistgelesenen, aber manchmal ist es mir zu anstrengend. Dann greif ich zur DVD und beobachte Herrn Eco beim Vergiften der Mönche. Meiner Meinung nach ist die Besetzung des Films nahezu perfekt. Ich könnte mir niemanden vorstellen, der sich besser zum Bruder William eignet als Sean Connery.
  • The Matrix
    Aber natürlich nur den ersten Teil. Ich habe nächtelang mit Freunden, die mehr oder auch weniger interessiert waren, darüber diskutiert. Wenn man das ganze mit viel Rotwein kombiniert endet man nachts um zwei bei der Frage nach dem Sinn des Leben. Die Wirkung dieses Films ist für mich auch nach der fünfzehnten Wiederholung noch immer die gleiche.
  • Hero
    Ein Film in den ich mich eigentlich nur zufällig im Kino verirrt hatte. In der Annahme einen action-geladenen Film präsentiert zu bekommen bin ich mit meinem besten Freund rein – um dann anderthalb Stunden gebannt diesem großartigen, farbintensiven und fast schon anmutigen Film zu folgen ohne ihn wirklich begriffen zu haben. Und da ich den bis heute nicht so ganz verstehe schaue ich ihn immer wieder.
  • Memento
    Der Tipp eines Kollegen. Völlig abgefahren erzählt der Film die Geschichte eines Mannes, der sein Kurzzeitgedächtnis nicht mehr benutzen kann und trotzdem versucht den Mörder seiner Frau zu finden. Dabei sind die Szenen in einer Art und Weise chronologisch so sortiert, daß man quasi meist nicht mehr weiß als der Protagonist. Ich versuche immer noch dahinter zu kommen an welcher Stelle er eigentlich den Durchblick verliert.
  • Der Rest der drei IVAR Regalböden ist gefüllt mit einer Mischung aus Bean’scher Komik, Bond’scher Action, den Schnulzfimen von Frau² und den intellektuellen DVDs, die mein Schwiegervater uns regelmäßig schenkt (Film Noir und SZ-Klassikerausgaben).

    –Mann²

23 / April / 2007  Zweierpack 
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