Dates.
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Dates sind mit das Schwierigste was einem Mann passieren kann. Wir haben zwar im Normalfall kein Problem mit dem Outfit und dem Styling (frische Rasur, saubere Fingernägel, geputzte Zähne und eine nicht allzu schmuddelige Jeans reichen schon), aber der Rest ist eine echte Herausforderung.
Am Besten Mann legt so ein Date auf den Abend. Zum einen weil die meisten Männer hoffen, dass der gemeinsame Abend zum gemeinsamen Frühstück führt und zum Zweiten, weil Mann im Notfall – sollte das Date wirklich schief gehen — Mann sich nach spätestens zwei, drei Stunden wieder verabschieden kann, mit der Begründung „morgens früh raus zu müssen“. Wobei der erste Punkt ganz klar der wichtigere ist. Kein Date, das am frühen Nachmittag beginnt schafft es normalerweise bis zum Frühstück am nächsten Morgen. Ausnahmen bestätigen diese Regel lediglich. Aber was machen? Es gibt für Männer nur drei Optionen, die alle ihre versteckten Schwierigkeiten mit sich bringen. Die erste und wohl auch häufigste ist ins Kino zu gehen. Das schafft eine intime Stimmung und enthebt den Mann von der Pflicht intelligente Konversation zu treiben. Kinos sind ansonsten auch ideale Orte für erste Küsse und Händchenhalten. Diese Option ist im Prinzip die sicherste und ist besonders Männern beim allerersten Date zu empfehlen. Die Wahl des Films spielt dabei übrigens keine Rolle und sollte schon deshalb der Frau überlassen werden. Es wird dann zwar mit Sicherheit eher was schnulzig-seichtes und nicht der letzte Actionfilm, aber es geht ja auch nicht um den Filmgenuß. Die zweite Option ist eine gemeinsame Unternehmung. Es ist quasi die Kompromisslösung. Allerdings sollte Mann, die zu-datende Frau schon ein wenig kennen. Nicht empfehlenswert ist es jedenfalls mit dem Typ „Bücherwurm und Bibliothekarsbrille“ auf ein Heavy Metal Konzert zu steuern. Dann schon eher klassische Musik, Stadtfeste und Mittelaltermärkte. Dabei liefern dann die Begleitumstände auch meist ganz automatisch die Gesprächsthemen und es bietet sich die hervorragende Gelegenheit, die auserkorene Dame nach Hause zu begleiten und vielleicht noch auf einen Schluck hereinzukommen. Die Königsklasse der Dates sind Verabredungen im Restaurant zum Essen. Nicht ganz leicht und meistens nicht ganz preiswert, aber Mann kann hier Eindruck schinden. Frauen tendieren in solchen Situationen zwar dazu meist schwer verständliche oder emotionale Themen zu diskutieren, aber hier gilt was schon im Kino gilt: Wir sind ja nicht wegen der Unterhaltung da. Das Zuhören ist auch gar nicht so schwer, wie das selber und von-Sich erzählen. Kennt ihr das? „Jetzt erzähl doch mal von Dir!“ heißt es dann. Meist beginnt die Antwort mit „Oh je, ich weiß gar nicht wo ich da anfangen soll. Eigentlich … blablabla und bla“. Damit hat Mann aber doch wohl schon verloren. Mann darf und muss sich nämlich ein wenig abheben, aber ja nicht überheblich, arrogant oder zu schräg werden dabei. Finger weg von Philosophie und Religion – das klingt wahrscheinlich für die meisten Frauen eh wie Schwafeln – außer Mann weiß was er da tut. Männer sollten zumindest versuchen die Rechnung zu übernehmen auch wenn die meisten Frauen das inzwischen ablehnen und aus mir unerfindlichen Gründen darauf beharren selbst zu zahlen. Sollte wirklich alles geklappt haben und Mann den Abend vielleicht bei ihr oder ihm noch verlängern, dann ist mein letzter Tipp: Eine saubere Unterhose. |
Frauen haben bei Dates nur ein Ziel: begehrt zu werden. Und wir haben nur eine Angst: nicht begehrt zu werden.
Eine Woche vor dem Date überlegen wir uns, was wir anziehen wollen. Wir stellen fest, dass wir trotz eines bis auf den letzten Kubikzentimeter gefüllten, fünftürigen Kleiderschranks keine Kleidungsstücke besitzen, die unseren körperlichen Vorzügen gerecht werden, und begeben uns auf eine ausgedehnte Shoppingtour, im Rahmen derer wir mindestens 200 Euro in den Finanzkreislauf zurückführen. Ernüchtert rechnen wir beim Blick auf die zur Neige gehende Pillenpackung aus, dass wir zum Zeitpunkt des Dates unsere Tage haben. Wir beschließen, ausnahmsweise die Pille durchzunehmen, damit der auf einem weißen Schimmel heranreitende Traumprinz sich das Revier im Falle des Falles nicht mit unserem Indianer teilen muss. Am Tag der Wahrheit stellen wir zunächst fest, dass wir fett sind. Wir sind uns nicht sicher, ob wir das schon immer waren oder ob unsere Fettzellen einer Spontanvermehrung zum Opfer gefallen sind. Im Wissen um unsere Unzulänglichkeit beginnen wir bereits morgens mit der Herstellung von Schönheit. Wir essen sparsam, damit die hautenge Jeans nicht aufträgt. Wir meiden blähende Speisen und solche, die schlechten Atem machen. Wir warten auf den Moment, in dem es sich lohnt, endlich unter die Dusche zu steigen, ohne dass die Frisur danach noch einmal sterben könnte. Was folgt, ist ein umfangreiches Beauty-Programm vom Wegfeilen der Parmesan-Hacke bis zum Tuschen der Wimpern. Man weiß ja nie, welche Stellen unseres Körpers im Laufe des Abends in Augenschein genommen werden. Bevor es losgeht, ziehen wir uns eine gegen unendlich tendierende Zahl von Malen um und stellen dabei fest, dass das neue Teilchen, das im Laden noch ausgesprochen vorteilhaft fünf Kilo wegzauberte, einen Rollbraten aus uns macht. Und dass alle Dessous, die wir haben, entweder kneifen oder auftragen oder unsere Brüste zu klein oder zu spitz aussehen lassen. Dann kommt das Date selbst. Der entscheidende Moment, auf den wir hingearbeitet haben. Wir wissen: Wir sind hässlich. Doch es ist zu spät, um erneut Hand anzulegen. Es gibt kein Zurück. Wir überprüfen noch einmal den Sitz der Haare, die Position des Kettchens im Ausschnitt und das Vorhandensein des Kondoms in der Handtasche. Bei einem Date entscheiden die ersten Sekunden. Sein erstes Lächeln. Sein erster Satz. Ob er galant ist und uns aus der Jacke hilft. Frauen wollen reden. Während des Dates muss er uns unterhalten. Uns zuhören. Mit uns lachen. Interesse zeigen. Er sollte aus seinem Leben erzählen. Zeigen, dass er verletzlich ist. Der fatalste Fehler: nur von sich sprechen. Vom Job. Oder von den Liebeskünsten der Ex. No -Go: Politik, Angst einflößende Sextechniken und dogmatisches Monologisieren über Bachblütentherapie. Das Geheimnis: leisen Körperkontakt suchen. Unverbindliche Berührungen sind unglaublich sexy. Ein Flüstern ins Ohr, ein Streicheln über den Arm, das sanfte Wegwischen eines Krümels von der Wange. Es zeigt uns, dass wir begehrenswert sind. Sollten wir am nächsten Morgen nicht gemeinsam aufwachen, ruft uns an. Egal, ob Ihr uns einen Korb geben oder uns zu einem zweiten Date einladen wollt. Wir vertragen die Wahrheit, aber nicht die Folter des Wartens. |